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Die Design-Philosophie
von Marc 'Dreikommanull' Christiansen
Mittwoch, den 25. Januar 2012 um 06:26 Uhr

Anfang der 1970er Jahre übernahm Bruno Sacco die Leitung der damaligen Hauptabteilung Stilistik und damit die Verantwortung für die Formentwicklung im Hause Daimler-Benz.

Das erste eigene Projekt war das "rollende Labor", der legendäre Wankelsportwagen C111 - ein Design Statement.

c111-3

Der Ende der 1970er vorgestellte C111-3 mit seiner aerodynamisch kompromisslosen und knackigen Linienführung beinhaltete Gestaltungsthemen, die sich in allen später entwickelten und vorgestellten Mercedes Fahrzeugen bis in die 1980er Jahre niederschlugen.
Die sich gleichzeitig mit dem C111-3 im Design-Prozess befindliche S-Klasse drückte 1979 diese Neuausrichtung sehr deutlich aus.

ahnengalerie

Trotz Einführung vieler Design-Innovationen war den Beteiligten von Anfang an klar, daß es keinen radikalen Bruch mit der Tradition geben und somit zu einem irreparablen Identitätsverlust kommen durfte. Es gab keine Entscheidungen für Innovation und gegen Tradition, sondern vielmehr ein Verständnis für Mercedes Design in Bezug zur Historie und seine Integration mit dem Ziel, es den technologischen Erfordernissen und Möglichkeiten der jeweiligen Zeit anzupassen.

Die drei wichtigsten Aussagen hierzu:

  1. Ein Mercedes muß immer wie ein Mercedes aussehen!
  2. Er soll dem Kunden alle Werte, die ein Mercedes hat und die der Kunde von ihm erwartet, symbolisieren.
  3. Das Design soll ein Maximum an Innovation im Respekt der Tradition von Daimler-Benz enthalten.

Diese seinerzeit formulierte Design-Philosophie war 1980 auch Gegenstand einer Ausstellung zum Deutschen Designertag in Karlsruhe - Titel dieser Ausstellung war "Gestalten - Gebrauchen - Verbrauchen".

design1design2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die wesentliche Aussage lag darin, die einzelnen Modelle innerhalb einer Form-Familie zu sehen. Zugleich sollten sich aber auch alle Fahrzeuge kontinuierlich aus ihren Vorgängern weiterentwickeln. So wurde der Begriff "Vertikale Modell-Affinität" geprägt. Dies bedeutet die formale Evolution einer Baureihe über ihre Generationen mit dem Ziel, den Vorgänger mit dem Erscheinen seines Nachfolgers nicht schlagartig alt aussehen zu lassen.

Gleichzeitig sollten sich alle zur gleichen Zeit produzierten Baureihen durch ein sinnvolles und erkennbares Maß an formalen Gemeinsamkeiten auszeichnen. Hierfür steht der Begriff "Horizontale Homogenität".

s-klasse_statement

Wie wir heute im Nachhinein alle wissen, ist dies Daimler-Benz in den 1980er und frühen 1990er Jahren bestens gelungen. Damals stand das Design noch mehr für die ingeniöse Leistung denn für moderne Effekthascherei. Was jetzt nicht heissen soll daß moderne Mercedes Fahrzeuge nicht mehr schön anzuschauen wären - im Gegenteil. Aber heute sprechen wir nicht mehr von 4 Baureihen, sondern gleich von weit über 10.

*enthält Auszüge aus einer internen Publikation "Faszination Mercedes Design" 

 
2012 - was erwartet uns eigentlich?
von Marc 'Dreikommanull' Christiansen
Donnerstag, den 12. Januar 2012 um 23:42 Uhr

Seit bald schon zwei Wochen sind wir im neuen Jahr 2012 - aktuell herrscht eigentlich gerade Winter in unseren Breitengraden, doch der so genannte Klimawandel wandelt auch hier wieder kräftig mit - die letzten Tage hatten wir z.B. in Köln um 10°C und es hätte durchaus März sein können.

Grund genug die Blechdiva aus ihrem Schlafgemach zu führen und die Standplatten aus den Michelins zu fahren - ein wahrer Genuss. Das Kraftstoffpumpenrelais lässt die Kraftstoffpumpe kurz sirren, danach Stille und doch hört man wie die Blechdiva ihr Leben sortiert; die elektrische Antenne fährt aus, die Pumpe der orthopädischen Rückenlehnen plustert die Polster auf - sie schreit förmlich: Ready, when you are!

Und ob wir ready sind - also Zündschlüssel key_4(Dank EDW natürlich mit dem Roten Punkt™) ein Stück weit gedreht, der Anlasser röhrt und schwupps starten sechs kraftvolle Töpfe durch - nicht nach und nach, nein direkt rund und stark ist der Lauf des Reihensechszylinders, ganz so als hätte man ihn (den Motor) Vorgestern erst abgestellt - in Wahrheit waren es bald 10 Wochen.

erste_kilometer_2012

Die ersten 73 Kilometer im neuen Jahr waren ein Genuss - nun ist man wieder "angefixt" und kann den Frühling kaum erwarten.

Immer wieder toll ein so großes und altes Schiff zu erleben, die teils analoge, teils schon digitale Elektronik die den Fahrer wirklich unterstützt und ihn dennoch seinen Job alleine machen lässt.

Aber was genau dürfen wir von 2012 eigentlich erwarten? Wir haben mal in den Veranstaltungskalendar geschaut und einige, wie wir meinen wichtige Termine herausgesucht:

  • 29.01.2012 - 04.02.2012   Rally Monte-Carlo Historique
  • 01.02.2012 - 05.02.2012   Retromobile Paris
  • 03.02.2012 - 05.02.2012   Bremen Classic Motorshow
  • 09.02.2012 - 12.02.2012   AvD-Histo-Monte (Hanau bis Monte Carlo)
  • 08.03.2012 - 18.03.2012   Auto Salon Genf
  • 21.03.2012 - 25.03.2012   Techno-Classica Essen
  • 22.03.2012 - 25.03.2012   Retro-Classics Stuttgart
  • 13.04.2012 - 15.04.2012   Hockenheim Histroric
  • 14.04.2012 - 22.04.2012   Veterama Mannheim
  • 03.05.2012 - 05.05.2012   AutoBild Bodensee Klassik
  • 16.05.2012 - 20.05.2012   Mille Miglia 2012
  • 17.05.2012 - 18.05.2012   ADAC 24h Classic
  • 17.05.2012 - 20.05.2012   Klassikwelt Bodensee
  • 18.05.2012 - 20.05.2012   ADAC Zurich 24h-Rennen
  • 25.05.2012 - 27.05.2012   VdH Jahrestreffen Ornbau
  • 26.05.2012 - 28.05.2012   Concorso d`Eleganza Villa d`Este
  • 06.06.2012 - 10.06.2012   Giro di Sicilia - Targa Florio
  • 08.06.2012 - 10.06.2012   Eifelrennen
  • 08.06.2012 - 10.06.2012   Oldtimermarkt Bockhorn
  • 16.06.2012 - 17.06.2012   24h von LeMans
  • 19.06.2012 - 01.07.2012   Goodwood Festival of Speed

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit & Gültigkeit.

Damit sollte euer Kalendar nun fürs Erste gut gefüllt und die unserer Ansicht nach interessantesten Veranstaltungen vorgemerkt sein. Vielleicht laufen wir uns auch in diesem Jahr wieder vereinzelt über den Weg.

Der Frühling kann kommen, wir können es kaum erwarten. Der Vorteil von Ganzjahreszulassungen ist zudem dass man den Wagen immer mal wieder zu Erhaltungsfahrten aus der Garage führen kann und man sich so immer wenn man denn mag an dem tollen Stück schwäbischer Automobilbaukunst erfreuen kann. (zudem ist der Spareffekt bei 4-5 Monaten Winterpause doch überaus gering, oder nich?)

 
Der Saisonrückblick 2011
von Marc 'Dreikommanull' Christiansen
Dienstag, den 27. Dezember 2011 um 15:21 Uhr

Das Jahr 2011 stand von vorne herein unter einem großen Zeichen - dem 125. Geburtstag des Automobils. Was 1886 als Pionierleistung im Ländle begann ist seit Jahrzehnten für niemanden von uns mehr anders vorstellbar als gewohnt. Und genau da liegt auch das Problem - Viele lassen sich hinreissen zu einer Leichtigkeit, ja zur gleichgültigen Gewohnheit gegenüber dem Automobil.

Doch auch nach 125 Jahren ist es noch immer eines der faszinierendsten Dinge die der Mensch je geschaffen hat. Natürlich ist Fliegen vielleicht noch eine Spur faszinierender und spannender, doch im Alltag ist das Auto unser alltäglicher Begleiter - wie z.B. eine Armbanduhr.

Umso verwunderlicher ist die aktuellste TÜV-Statistik zum Pflegezustand der in Deutschland zugelassenen Automobile. Gerade die kleineren Fahrzeuge haben meist einen unterdurchschnittlichen Pflegezustand und es geht hier nicht um ältere oder ganz alte Fahrzeuge! Es macht sich eine gefährliche "Laissez-Faire" Haltung der Automobilisten breit, man denkt nicht mehr nach über sein aktives Handeln und das Automobil wird zur Nebensache - man nimmt es nicht mehr wahr, das Autofahren - im Zweifelsfall gefährdet man dadurch sich und vor allem andere!

Aber wen mag es verwundern, muss man doch in den meisten Autos heutzutage nicht mal mehr auf einen (Funk)Schlüssel drücken um das Entree betreten zu können, gestartet wird auch nicht mehr auf Schlüsseldreh wie seit bald 100 Jahren sondern modisch via Knopfdruck.

Da war es wieder, jenes Wort das bei Daimler-Benz auf der schwarzen Liste stand: modisch. Ein Mercedes-Benz hat nicht modisch zu sein, er darf, ja soll sogar stets in Rufweite der Mode sein, aber niemals modisch. Die Hoch-Zeit erfuhr dieses Credo irgendwo Ende der 1970er Jahre - man kann sagen das der W126 einer seiner ersten wahren Vertreter war. Welches Automobil das 1979 Weltpremiere feierte schaut heute denn noch so frisch und dynamisch aus wie die S-Klasse von Daimler-Benz? Ja kann sich einer vorstellen dass in ca. 400 Tagen der erste 190E (W201) sein H-Kennzeichen erhalten wird?

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Doch es gibt Hilfe, besser gesagt Abhilfe. Um mit dem alltäglichen Chaos und den neuesten Errungenschaften jeglicher Couleur fertig zu werden hilft nur Eines: das Geschehene verarbeiten, am besten täglich. Mit anderen Worten: normalerweise müsste es fuenfkommasechs.de für euch - unsere treuen Leser - auf Rezept, auf Krankenschein geben. (jeder Psychoanalytiker wird mir beipflichten)

Heute möchten wir das Jahr 2011 noch einmal Revue passieren lassen, es ist Vieles passiert - es handelt sich dabei jedoch um keine Auflistung mit Anspruch auf Vollständigkeit oder gar korrekte Chronologie.

Gleich Anfang März wurde die Altautosaison durch einen Anruf aus Stuttgart eröffnet - Johannes hatte das einmalige Glück bei der 125-Jahr-Aktion von Mercedes gewonnen zu haben.. es gab ein Fotoshooting über den Dächern von Frankfurt/Main und einen Artikel auf der Website von Mercedes.

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Selbstverständlich besuchten wir auch wieder die RetroClassics und TechnoClassica für euch - doch einen so großen Bericht wie in den vergangenen Jahren gab es diesmal nicht. Dennoch sollte es hier Erwähnung finden - denn das ehemals Beste Auto der Welt war gleich zweimal in Bestzustand vertreten.

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Passend zur Einführung des neuen Super-Kraftstoffs mit 10% Enthanolanteil haben wir uns Anfang April auch mit der Frage der zukünftigen Ernährung unserer Blechdiven befasst. Kurzgesagt - es besteht erstmal keine Gefahr! Der seit Jahrzehnten bekannte Kraftstoff EuroSuper E5 wird auch weiterhin nahezu flächendeckend angeboten und falls man direkt auf Nummer Sicher gehen möchte und gleichzeitig noch die ein oder andere Pferdestärke aus seinem M103 oder M116/117 kitzeln möchte, der greift direkt zu SuperPlus (das mit 0-5% Ethanolanteil immer unbedenklich ist für den W126).

Alles zum Thema: Anpassung der Zündung findet Ihr hier.

Großes Echo erhielten wir im April für unseren Fuchs-Report der auch besser unter dem Synonym "Tafelsilber" bekannt geworden ist. Im investigativen Selbstversuch liessen wir vier guterhaltene aber von der Lackseite her recht verbrauchte Gullideckelfelgen nach Leonberg schaffen und hofften auf das Beste - so wie es Fuchs eben bei seinem Angebot verspricht.

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Enttäuscht wurden wir nicht - das Preisleistungsverhältnis spricht für sich. Die bei Mercedes erhältlichen Original Nabenkappen (ohne Chromstern oder dergleichen) haben exakt den Farbton der restaurierten Felgen! Es gab wohl auch einige Probleme mit den anfänglich recht schwach ausgelegten Versandkartons, was aber in der Zwischenzeit wohl nicht wieder aufgetreten ist.

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Eines sei aber noch gesagt: wer jetzt glaubt für nicht einmal 100 EURO pro Felge das gleiche Ergebnis zu erhalten was bei Mercedes am Ersatzteiltresen über 500 EURO kostet, der irrt! Alles in allem ist das Ergebnis aber gleichauf und auf höherem Niveau als es die meisten Lackierer bewerkstelligen können - so jedenfalls unser subjektives Urteil!

Pünktlich zum Mai hat Johannes nicht nur seine 5,16m Yacht auf Hochglanz gebracht, nein er hat auch endlich die nervige (Kaltstart) Schaltpunktanhebung fachmännisch entfernen lassen. (serienmässig ab Mitte/Ende 1989 in allen V8-Modellen des W126 verbaut) - mehr dazu findet Ihr hier.

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Passend zu Beginn der warmen Jahreszeit haben wir uns auch einmal um das 3-Sterne-Gefrierfach aller S-Klassen gekümmert - der Daimler-Benz Kälteanlage. Man sollte sie nicht sträflich vernachlässigen, selbst vollkommen intakte und restaurierte Klimaanlagen verlangen alle ca. 3 Jahre einen so genannten Klimaservice. Aber lest selbst...

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Zu Pfingsten haben wir uns dann in Ornbau eingefunden, um dem VdH Jahrestreffen einen Besuch ab zu statten. Für Johannes eine Premiere (für mich selbst auch erst das zweite Mal, obgleich ich schon fast 10 Jahre Mitglied im VdH bin). Es war eine solch faszinierende Darbietung für ihn dass er am Folgetag sogleich selbst Mitglied wurde und auch direkt in den letzten Benzheimer Flosskeln (Mitgliedszeitung VdH) seinen Einstand leistete - mit dem folgenden Artikel, Klick.

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Im Sommer ging es dann ans Eingemachte - wie eigentlich immer in den vergangenen Jahren wurde das ein oder andere an unseren Blechdiven erneuert. Teils von langer Hand geplant, teils aber auch einfach notwendig oder es ergab sich eine günstige Gelegenheit.

Für den Dreiliterwagen gab es neue Bremssättel an der Vorderachse, von BENDIX wie es ab Werk schon der Fall war. Den Bericht findet Ihr hier!

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Bevor wir am Namensgeber dieser Homepage jedoch zu den Bremsen abtauchen können, haben wir uns ersteinmal um die noch zu erneuernde Schiebedachdichtung (der regelmässige Leser wird sich erinnern: die zwei-Stunden-Nummer der Schiebedacherneuerung!) gekümmert und Johannes hat selbst ein Ohrloch in die Karosserie seines V126 gestossen, bzw. gebohrt... KLICK.

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Ja, jetzt endlich kommen wir auch zu den Sonderbremsscheiben - vielfach wurden wir darauf angesprochen. Es war eine Empfehlung des Chefmechanikers im Hause und so konnte man quasi nicht Nein sagen. Preislich liegen die Scheiben zwar deutlich oberhalb derer von Mercedes direkt zu beziehenden Standardscheiben, sie sind dafür aber auch garantiert Made in Germany!

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Der Wechsel ist beim W126 definitiv eher was für begabtere Schrauber, denn für Laienschrauber, aber er ist definitiv machbar ohne ein Dipl.-Ing.-Studium.

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Da so eine neue Hochleistungsbremsanlage natürlich auch gemächlich eingebremst werden muss, besuchte Johannes am Wochenende darauf gleich den nächsten Ort des Geschehens, ein beschauliches Dorf in der Eifel. Dort sollte am Dreiliterwagen ein neues Kardanwellenmittellager und neue Zentrierbuchsen verbaut werden.

Aber lest selbst, daraus entstand ein Kombinationsartikel.

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Der bis dato umfangreichste Artikel in der Geschichte von fuenfkommasechs.de spielte sich an zwei Orten ab und das innerhalb von knapp 48 Stunden. Mittelpunkt war ein W221 mit der neuen Wunderkombination aus S-Klasse mit Highend-Ausstattung und sparsamen Vierzylinderdieseltriebwerk in Gestalt des neuen S250 CDI. Möglich machte dies die Presseabteilung der Daimler AG, die unsere Freunde vom Mercedes Passion Blog mit diesem Fahrzeug auf große Deutschland-Tour schickten. Es ist erstaunlich welch enorme Unterschiede zwischen einer S-Klasse der 1980er Jahre und einem Modell der aktuellen Automobilbauepoche liegen - doch eines wird auch sehr schnell deutlich, die S-Klasse ist damals wie heute der Leader in ihrem Segment. Waren es 1989 noch Fahrer- und Beifahrerairbag, semi-aktives Hydropneumatisches Fahrwerk, ABS und Antriebsschlupfregelung, so sind es heute die Luftfederung Airmatic DC, der Abstandsregeltempomat Distronic Plus und diverse andere Assistenten die dem Fahrer (heuer von 9 Airbags umgeben) das Fahren vereinfachen bzw. ihn dabei unterstützen sollen - für den kompletten Bericht klickt bitte hier.

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Nach dem Treffen der Generationen haben wir uns dann wieder ein paar Aufwärmübungen gewidmet - zum einen war da die immer wieder währende Frage nach der korrekten Farbbezeichnung der Zeigerfarbe im Kombiinstrument unserer alten Mercedes-Modelle. Wir tauchten einmal auf den Grund des Archivs und haben es für euch recherchiert - natürlich nicht ganz uneigennützig - denn nun leuchten unsere Zeiger wieder wie neu, ab Werk. Wie Ihr das auch nachmachen könnt... lest selbst.

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In der vergangenen Saison stand auch das Thema Download für uns ganz oben auf der Agenda - wir möchten euch ja neben sorgfältig recherchierten und fotografierten Artikeln auch etwas für eure Unterlagen geben. Und so haben wir als erste Website weltweit den Polster- und Farbkatalog für das Modelljahr 1990 zum Download angeboten und das öffentlich zugänglich! Couleurs & Capitonnages oder lieber Färger & Klädsel?

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Die Polstermappe für die 1.Serie liegt hier ebenfalls schon bereit, es ist alles nur eine Frage der Zeit.

Wir sind ja mittlerweile bekannt dafür immer wieder für Überraschungen zu sorgen - so auch als wir die ersten groß auflösenden Fotos von der ultraseltenen Bürokommunikationsausstattung präsentieren konnten - welch Luxus sich damals doch bot!

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Aber all dies tun wir ja nur damit Ihr glücklich seid - ohne eine treue Fangemeinde würde es weit weniger Spass bereiten. Alles in allem ist es nur der Dank für ein so tolles Automobil wie den W126!

Und so haben wir auch das 30-Jährige Jubiläum des SEC, des großen Coupés auf S-Klasse Basis ausführlich präsentiert.

SEC_autobahn

Es ist wirklich unfassbar wie modern und auch sportlich zugleich ein solch "altes" Auto des Baujahres 1981 heute noch aussehen kann. Die Fotos muten eher wie 5-10 Jahre alt an...

Das alles kann nur aus einer Meisterhand stammen und so ist es auch - Bruno Sacco wurde von uns zu seinem 78. Geburtstag mit einer Titelstory geehrt. Man sollte als wahrer Fan und Aficionado jedoch nicht den Fehler begehen und den Meister der Karosserieform lediglich auf ein stilistisches Merkmal beschränken - der Begriff "Sacco-Bretter" als Synonym für die Flankenschutzverkleidungen ist nicht gerade ein Kompliment wenn man sich einmal bewusst macht wie viel mehr doch Signore Sacco in Wirklichkeit beim Daimler geschaffen hat - einen kleinen Überblick bescherte euch unser Artikel.

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Natürlich waren dies bei weitem nicht alle unsere Artikel die wir in diesem Jahr hier präsentiert haben, das ein oder andere interessante Detail habe ich an dieser Stelle einmal bewusst beiseite gelegt - wer suchet der findet!

Wir hoffen sehr dass Ihr auch im kommenden Jahr weiterhin regelmässig bei uns reinklickt und nicht aufhört mit euren Kommentaren und Gastbucheinträgen, vielen Dank dafür.

Guten Rutsch in 2012 wünscht euch das Team von fuenfkommasechs.de!

 
Ein Besuch des Mercedes-Stands auf der IAA '79
von Marc 'Dreikommanull' Christiansen
Freitag, den 09. Dezember 2011 um 11:11 Uhr

Die 48. Internationale Automobilausstellung in Frankfurt am Main, die einzige große Autoschau dieses Jahres, das automobilistische Ereignis der Welt. 1.359 Hersteller aus 39 Ländern - so viele waren noch nie da, das ist Rekord. Auf 136.711 Quadratmetern in Hallen und 49.650 Quadratmetern im Freigelände ist alles vom und rund ums Auto zu sehen, kaum Raum genug für die fachlich interessierten Besucher, für die schaulustigen Autofreunde, die in unübersehbaren Scharen durch die Messeeingänge quellen. 1.034.000 Besucher wurden bei der IAA '77 gezählt, diesmal drängten sich 1.071.000 an den elf Ausstellungstagen durch die Mammutschau. Auch das ist neuer Rekord. "Zum Automobil gibt es auf lange Sicht keine Alternative", sagte der Hessische Ministerpräsident Holger Börner anläßlich der Eröffnung der IAA '79. Das Publikum weiss es...

Mit diesen Worten Begann seinerzeit ein Bericht der das bunte Treiben auf dem Mercedes-Stand in Halle 5 für die Mitarbeiter des Konzerns umschreiben sollte, für jene die nicht vor Ort sein konnten, beim Premierenfieber. Wir versuchen heute etwas ähnliches, denn der Autor teilt zwar das Geburtsjahr mit unserer S-Klasse W126, war dementsprechend aber (leider) nicht in der Lage jene 48. IAA persönlich zu besuchen.

IAA79_plakat

Leider wird die IAA historisch betrachtet doch recht stiefmütterlich behandelt, es gibt nur äusserst wenige Fotos die man heute von der Daimler AG erhalten kann - aber dies soll nur konstruktive Kritik sein, immerhin muss man dazu sagen, dass es bei anderen Automobilfirmen da weitaus düsterer aussieht - hier könnte man eher den Eindruck erlangen dass es diese seinerzeit gar nicht gegeben hat!

Also bleibt nur eins - die Eigenrecherche...

IAA79_komplett

In Halle 5 waren damals alle deutschen PKW-Hersteller vertreten, es war also keineswegs so kommod und gediegen wie in den letzten mehr als 20 Jahren in denen die Daimler AG die Festhalle der Messe nutzen konnte. Aus diesem Grund war der Mercedes-Stand auch recht übersichtlich aufgebaut - wir haben für euch den Original Übersichtsplan aufgetrieben:

IAA79_plan

Mit gerade einmal 10 Fahrzeugen war man damals vertreten - aber auch kein Wunder, hatte man doch nur drei PKW-Baureihen die sich dann noch in Limousine, Coupé, T-Modell und Roadster unterteilen ließen - mit anderen Worten, alles war recht übersichtlich.

Der Star der IAA '79 war ganz klar die neue S-Klasse W126 - erstmals durch konkrete Zukunftsfragen geformt und bereit für das Jahr 2000 - soweit dachte man damals wirklich. Man wollte genügsame Fahrzeuge da man annahm in 30 Jahren gäbe es kein Öl mehr.

Bereits vor über einem Jahr haben wir durch einen freundlichen Altmercedes-Enthusiasten zwei sensationelle Fotos vom ausgestellten, silberfarbenen 380SE erhalten.

IAA_1979_1

IAA_1979_2

 

 

 

Diese Aufnahmen sind so rar, dass sie nicht einmal die Daimler AG in ihrem öffentlichen Fundus hat. Der interne Konzernbericht schrieb damals: Da hat sich der "IAA-Bummler" kaum vom Besucherstrom mit in die Halle 5 reißen lassen, und schon steht er vor einer im Scheinwerferlicht leuchtenden Hochgebirgslandschaft, die sich im Minutenabstand in Sonnenaufgang und Sommerlandschaft ändert. Vor einer Gletscherkulisse dreht sich langsam und elegant der metallic-silberne 380 SE, wie ein Mannequin, das sich von allen Seiten zeigen will.

Wenn man bedenkt dass der Otto-Normal-Bürger damals einen Videorekorder oder generell Videoinstallationen nur aus dem normalen Fernsehen oder aus Erzählungen kannte über Zukunftsvisionen kannte, so mutet der Mercedes-Stand doch schon recht spektakulär an - also durchaus vergleichbar mit den LED-high definition-Leinwänden auf der diesjährigen IAA die Dr.Z förmlich von einer Ecke in die andere beamten.

IAA79_200D

Dicht gedrängt ging es meist zu - auch wenn das oben gezeigte Foto (im Hintergrund die Videoleinwand und der silberfarbene 380SE) etwas anderes suggerieren vermag.

Als weitere Highlights werden der neue Turbodiesel-Motor für die T-Reihe (Fahrzeuge für Transport & Touristik) und der neue Personenwagenähnliche Geländewagen von Daimler-Benz präsentiert.

IAA79_turbodiesel

IAA79_teewagen

 

IAA79_230G

Natürlich wurden auch - wie schon seit Beginn der 1970er Jahre - auch auf diesem IAA-Stand von Mercedes die neuesten Entwicklungen aus der Forschung präsentiert. Im Jahr 1979 waren das zum einen der neue Fahrsimulator mit dem man mittels Computer eine Fahrt simulieren und somit auch reproduzieren konnte, die Zylinderabschaltung um bei großen Motoren Kraftstoff einsparen zu können wenn nicht die volle Leistung abgefragt würde und auch schon die Anti-Klopf-Regelung. Letztere ging bei Daimler-Benz Ende 1987 in den leistungsgesteigerten V8-Motoren (AKR) in Serie. Aber es wurde auch über Elektronik im Automobil gesprochen - elektronische Heizungsregelung oder gar einen Computer im Auto, der Reiserechner.

IAA79_alumotor

Die neuen Leichtmetallmotoren in der neuen S-Klasse waren ebenso ein Highlight und worden an exponierter Stelle präsentiert. Hierbei bestanden erstmals alle Teile aus Aluminiumlegierungen und erleichterten die Motoren so um teilweise mehr als 100 KG. Seit Anfang 1978 gab es den 5,0-Liter Leichtmetallmotor auch schon im C107, dem 450 SLC 5.0.

IAA79_SLC

Der auf dem Ausstellungsplan als "500 SEL" ausgewiesene Wagen wurde kurzfristig nur in Form eines "500 SE" ausgestellt - ein Fahrzeug mit langem Radstand ist rechtzeitig bis zur IAA nicht fertig geworden.

In dieser Ecke des Mercedes-Stands wurden viele neue Details der neuen S-Klasse näher beleuchtet. Seien es zum einen die elektrisch verstellbaren Sitze, der neuartige elastische Stoßfänger, Airbag und Gurtstrammer oder das ABS Anti-Blockier-System.

Aber auch die Arbeit im Windkanal wurde verdeutlicht - immerhin war die neue S-Klasse mit einem Cw-Wert von nur 0,36 im Jahr 1979/1980 kurzzeitig Weltmeister!

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Der Bericht im Konzernheft endet mit einer kleinen Zusammenfassung der Ausstellungstage auf der IAA '79: Scheinwerfer strahlen die Exponate an, blitzender Chrom, schimmernder Lack, ein Strom aus Menschen. Dort wo er sich am dichtesten staut, leuchtet im blauen Leuchtstoffröhrenlicht der Mercedes-Stern, dort präsentiert Daimler-Benz die von früh bis spät umlagerten Modelle der neuen S-Klasse. Stars unter Stars auf der Premierenszene. Und Stars unter den Gästen: Mireille Matthieu, Bernd Clüver, Dunja Rajter, Heino, Costa Cordalis und Peter Maffay, das sind nur einige.

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