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Werkstattschlüssel
von Marc 'Dreikommanull' Christiansen   

Der W126 besitzt - wie alle Mercedes-PKWs seinerzeit - einen so genannten Werkstattschlüssel (erkennbar am runden Kunststoffgriff). Mit Hilfe dessen der Eigner seinen Wagen unbesorgt in der Werkstatt abgeben (oder im Hotel dem Parkpersonal überlassen) konnte, ohne sich Sorgen über den Inhalt vom Handschuhfach - bei Ausstattung mit einem Beifahrerairbag die abschließbare Rollobox zwischen den Vordersitzen - oder des Kofferraums machen zu müssen. Denn er konnte mit dem normalen Hauptschlüssel diese Bereiche seines Wagens verriegeln und so den Zugriff durch Unbefugte ausschliessen - der Werkstattschlüssel kann diese Bereiche nicht wieder öffnen!

werkstattschluessel

Weiter gab Daimler-Benz ihren Kunden noch einen so genannten Flachsschüssel mit - dieser ist ein Hauptschlüssel ohne Kunststoffgriff und kann somit bequem in der Geldbörse aufbewahrt werden.

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Der hier zu erkennende "rote Punkt" an den Schlüsseln zeigt dass mit Hilfe der Schlüssel die ab Werk verbaute Einbruchdiebstahlwarnanlage (EDW) geschärft und entschärft werden kann.  (Werkstattschlüssel ist hier rechts im Bild mit der serienmässigen Schlüsseltasche zu sehen)

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Durch den roten Punkt war der "Gefahrenschlüssel" leichter zu erkennen - schliesslich konnte mit ihm jederzeit der Wagen geöffnet werden ohne das Alarm geschlagen wurde.

Man bekam ab Werk immer vier Schlüssel zu seinem W126:

  • 2 Hauptschlüssel mit eckigem Griff
  • 1 Werkstattschlüssel mit abgerundetem Griff
  • 1 Flachschlüssel ohne Griffstück

Diese Innovation - in Form des Werkstattschlüssels - gibt es heute bei keinem Auto mehr. Dazu kommt noch dass heutzutage in den wenigsten Fahrzeugen überhaupt noch das Handschuhfach verriegelt werden kann - man hat scheinbar im Jahr 2010 kein Recht mehr auf seine Privatsphäre.

Die gesamte Schließanlage wurde selbstverständlich in aufwendigen Untersuchungen auf ihre Langzeitstabilität hin überprüft:

schliessanlage

 

 

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