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Stoßfänger aus Kunststoff
von Marc 'Dreikommanull' Christiansen   

Mit dem W126 ging die so genannte "Vollmetall-Ära" beim Daimler zu Ende... so oder so ähnlich klang es lange Zeit im Lager der Erstbesitzer oder der ersten die in diesem Wagen einen kommenden Klassiker sahen.

Einer der Hauptgründe dafür ist mit Sicherheit die mit Kunststoff verkleideten unteren Seitenbereiche der Türen - unter Mercedes-Enthusiasten auch als "Sacco-Bretter" bezeichnet, nach ihrem Erfinder dem langjährigen Daimler-Benz Stilisten Bruno Sacco.

Mit diesem Flankenschutz kamen auch erstmals Stoßfänger aus Kunststoff einher. Erst hierdurch ergaben sich weitreichende Vorteile wie Gewichtsersparnis, aerodynamische Feinheiten und auch noch Aufprallschutz bei geringen Geschwindigkeiten.

Die Stoßfänger des Typs W126 sind reversibel, das heisst sie bleiben unbeschädigt, bis zu Geschwindigkeiten von 4 Km/h. Angesichts des recht hohen Fahrzeugleergewichts eine enorme Leistung!

stossfaenger1

stossfaengertest

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Hinter dem Kunststoffstoßfänger sind natürlich noch massive Querträger eingebaut - vorne aus Aluminiumstangpressprofil und hinten aus Glasfaserverstärktem Kunststoff.

Stossfaenger_innenteile

quertraeger

Vorne gab es auch noch einen Stabilen Rahmen um den unteren Bereich des Kühlers bei mittelstarken Kollisionen zu schützen.

rep.crash

Oben auf dem Photo sieht man einen 1.Serien W126 nach dem so genannten "Reparaturcrash". Hierbei fahren die Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten zwischen 5 und 25 Km/h gegen Hindernisse - die dann ermittelten Schäden und die Kosten zur Beseitigung derer fliessen dann mit in die Versicherungsprämie (Kaskoeinstufung) ein. Die Allianz-Versicherungsgruppe hat dieses System in den 1970er Jahren propagiert!

Durch die seidenmatte Spezial-Lackierung verursachen leichte Kontakte zu Hindernissen keine bleibenden optischen Beeinträchtigungen der Oberfläche.

Die Stoßfänger und Seitenverkleidungen wurden bei der ersten Serie in 3 Kontrastfarben passend zur Aussenlackierung geliefert.

  • DB 7 174   matt anthrazitgrau (172, 473, 476, 479, 480, 482, 501, 504, 540, 568, 581, 587, 618, 623, 673, 680, 681, 684, 702, 803, 822, 875, 876, 880, 881)
  • DB 7 175   mattgrau                 (040, 199, 312, 355, 735, 737, 740, 751, 877, 900, 904, 929, 930, 932, 934, 940)
  • DB 8 414   mattbraun               (427, 444, 459, 585)

Bei der 2.Serie dann wurden ab Ende 1985 vier Kontrastfarben angeboten die noch passender und wertiger anmuteten.

  • DB 7 176   muschelgrau (172, 540, 568A, 587, 623, 651, 684, 702, 803, 822, 876, 881)
  • DB 7 177   stratusgrau    (040, 122, 147, 199, 254, 261, 568B, 735, 751, 815, 877)
  • DB 8 477   chinchilla       (432, 441, 444, 459, 473, 480, 690)
  • DB 5 944   fregattblau     (355, 900, 904, 929)

Die Perfektion kam dann im September 1988 als 12 Kontrastfarben angeboten werden konnten - der W126 wurde hierdurch noch edler und eleganter im Auftritt. (insgesamt 16 Kontrastfarben im Zeitraum 09/1988 bis Produktionsende - einige wurden durch andere Farben ersetzt)

  • DB 1 611   sinabeige      (623A)
  • DB 1 631   safaribeige    (623B)
  • DB 3 515   tartanrot         (568B)
  • DB 3 521   navarrarot      (512, 540, 587)
  • DB 3 526   korsarrot        (568A)
  • DB 5 301   andorblau     (348, 355, 900, 929)
  • DB 5 309   rioblau           (904)
  • DB 6 211   kiwigrün        (249, 254, 261, 815)
  • DB 6 212   taxusgrün      (877)
  • DB 6 250   lago                (888)
  • DB 7 166   violettgrau     (481)
  • DB 7 176   muschelgrau (172, 651, 702)
  • DB 7 177   stratusgrau    (735, 744, 751)
  • DB 7 700   altograu         (040, 122, 199)
  • DB 7 738   satograu        (147)
  • DB 8 477   chinchilla      (432, 441)

 

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