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Energiekonzept
von Marc 'Dreikommanull' Christiansen   

Im Herbst 1981 - mit Einführung der SEC Typen 380 und 500 - kam das so genannte "ENERGIEKONZEPT" gleichzeitig auch den übrigen Typen zu gute!

energiekonzept

Das Energiekonzept wurde von Daimler-Benz als vorläufiger Endpunkt jahrzehntelanger, nur teilweise durch äußere Einflüsse etwas in den Hintergrund getretener Bemühungen bezeichnet.

Maßnahmen an den Motoren im Einzelnen:

5 l-Motor M117 (500SE/SEL, 500SEC und 500SL)

Pleuellagerzapfen Durchmesser wurden um 4 mm verkleinert, Verdichtung von 8,8 auf 9,2 erhöht, Motorleistung von 177 KW bei 4.750 U/min auf 170 KW bei 4.750 U/min gesenkt, max. Drehmoment statt 404 Nm bei 3.200 U/min auf 405 Nm bei 3.000 U/min geändert.

3,8 l-Motor M116 (380SE/SEL, 380SEC und 380SL)

Geändertes Hub/Bohrungs-Verhältnis von 71,8/92 mm auf 78,9/88 mm, max. Drehmoment von 305 Nm bei 4.000 U/min auf 315 Nm bei 3.250 U/min erhöht. Motorleistung von 160 KW bei 5.500 U/min auf 150 KW bei 5.250 U/min gesenkt. Verdichtung von 9,0 auf 9,4 erhöht, außerdem wurden die Pleuellagerzapfen Durchmesser um 4 mm, der Kolbenbolzen Durchmesser um 3 mm und die Einlaßventile im Durchmesser um 2,1 mm auf 37,1 mm verkleinert.

Maßnahmen die beiden Motoren M116 und M117 zugute kamen:

  • Nockenwellen im Hinblick auf Drehmomentanhebung im unteren Drehzahlbereich und Verbesserung des Leerlaufverhaltens geändert.
  • Elektronische Leerlaufregelung, die die Leerlaufdrehzahl unabhängig von Belastungsänderungen (z.B. eingelegte Fahrstufe, Schaltvorgänge des Kompressors der Klimaanlage) konstant hält (bei betriebswarmen Motor und eingelegter Fahrstufe bei 500 U/min ± 50).
  • Bessere Führung der Leerlaufluft an den Einspritzdüsen = besseres Leerlaufverhalten und Kraftstoffeinsparung. In Verbindung mit Drehzahlabsenkung Leerlaufverbrauchsreduzierung um 40 %.
  • Diese konsequente Motorauslegung auf niedrigen Verbrauch erhöht die NOx-Werte und macht deshalb eine milde Abgasrückführung erforderlich.
  • Viscose-Lüfter-Kupplung wird nicht nur über Drehzahl, sondern zusätzlich durch einen Bimetallstreifen über die hinter dem Kühler herrschende Lufttemperatur gesteuert. Der Lüfter wird dadurch noch weniger als bisher zugeschaltet.
  • Aufgrund des niedrigeren Drehzahlniveaus und der dadurch niedriger liegenden Temperaturen entfällt der Ölkühler.
  • Verbesserte leistungsstärkere Transistorzündung mit elektronischem Zündgerät.

 

 

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Die Heckdeckel-Nomenklatur (in der Syntax von 1965-1993) und ihre Bedeutungen:

S = Sonderklasse
E = Einspritzmotor
L = Lang

C = Coupé
D = Diesel
T = Transport und Touristik
(letzteres gab es bei der S-Klasse nie offiziell)