| ABS, ASD & ASR |
| von Marc 'Dreikommanull' Christiansen |
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Der W126 war nicht nur für Daimler-Benz ein Art "Pionierleistung", nein auch für die gesamte Automobile Welt. Seit jeher waren und sind die großen Mercedes der S-Klasse mit dem letzten technischen Stand ausgestattet, ja sie überbieten ihn sogar teilweise um 10 bis 20 Jahre. Beispiele dafür gibt es genug, was heute in einer S-Klasse als Sonderausstattung angeboten wird, ist erst in 10 bis 20 Jahren Serienstand bei allen Automobilen. Eine S-Klasse ist regelmässig ihrer Zeit weit voraus. Hier nur die wichtigsten fahrdynamischen Einrichtungen an Bord des W126: ABSDen Anfang macht das Antiblockiersystem - es wurde bereits Mitte 1970 seitens der Daimler-Benz AG (und Tevis) vor namhaften Vertretern der Weltpresse vorgeführt. Dennoch brauchte es seine Zeit und Ende 1978 war es endlich soweit, der SA-Code 47/0 konnte für stolze 2.300 D-Mark bei allen S-Klasse Typen der Baureihe W116 geordert werden. Damit war Daimler-Benz wieder einmal eine Vormachtstellung gelungen. Für den W126 wurde das System dann Ende 1979 ein klein wenig angepasst.
Das System beschreibt man als ABS I. Erst zur Modellpflege im Jahr 1985 wurde das System weiter verbessert und kompakter aufgebaut. Erst zum Modelljahr 1985 wurde ABS für die V8-Modelle der S-Klasse serienmässig geliefert. Mit dem Modelljahr 1987 wurde es dann serienmässig für alle S-Klasse Typen verbaut.
BremsbelagverschleißanzeigeBereits im Vorgänger W116 wurde 1975 eine Vorrichtung in Serie verbaut die den Fahrer auf einen verschlissenen Bremsbelag an der Vorderachse aufmerksam machte. Es ist zwar keine wirkliche Innovation des W126, war aber im Jahr 1979 bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Auch wurde bei diesem System dass heute noch nach dem gleichen Prinzip funktioniert ein Fühler in jedem (!) Bremsbelag der Vorderachse verbaut - so gab es zu keiner Zeit das Problem dass ein Beschlagverschleiß unentdeckt bleiben würde.
Wenn im W126 eine Antriebsschlupfregelung geordert wurde dann gab es auch Verschleißsensoren an jedem Bremsbelag der Hinterachse.
ASDUnter dem SA-Code 211 verbirgt sich das "Automatische Sperrdifferential" welches auf der IAA 1985 erstmals der Weltöffentlichkeit präsentiert wurde. Es handelt sich um ein Differential das über eine Grundsperrung von 35% verfügt (somit wäre auch die Bezeichnung "Ausgleichsgetriebe mit begrenztem Schlupf" passend) jedoch automatisiert im Bruchteil von Millisekunden auf 100% gesperrt werden kann um so ein Anfahren auch unter widrigsten Umständen zu ermöglichen. ASD wurde nur für die Sechszylindertypen 260SE und 300SE/SEL gegen Aufpreis geliefert. Urpsünglich für den Einsatz ab Anfang 1986 gedacht, konnte es jedoch erst ab Anfang 1987 geliefert werden. Je nach Baujahr wird ASD zwischen 26 und 38 Km/h zugeschaltet - es bietet jedoch auch so größere Vorteile durch die ständig vorhandene Grundsperre. Fährt man im Grenzbereich (der Traktion) erscheint eine gelbe Warnleuchte im Kombiinstrument (wie bei ASR) und informiert/warnt den Fahrer darüber. ASRUnter dem Slogan "Die elektronisch-automatischen-Fahrdynamik-Systeme von Mercedes-Benz" wurde im Jahr 1986 eine weitere neue Ära bei Daimler-Benz eingeläutet. Der Mercedes sollte fahraktiv und unter allen Umständen dynamisch und sicher bleiben - die moderne Elektronik machte es möglich! Speziell für Modelle der 2.Serie wurde von Anbeginn mit einer Antriebs-Schlupf-Regelung - kurz ASR - geworden. Sie sollte durch gezielten Bremseingriff an den Antriebsrädern Schlupf vermeiden und so stetigen Vortrieb sichern.
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Elektrische Helfer: die S-Klasse der Baureihe 126 war die erste Mercedes-Benz-Modellreihe, für die eine elektrische Sitzverstellung erhältlich war (Vordersitze mit Memoryfunktion, elektrische Rücksitzbank bzw. Coupé-Sitzanlage) |